Die Chronistenpflicht gebietet ja das man dem schreibfaulen Gärtner das Jahr nachträgt. Im Frühjahr entstand ein neues Staudenbeet. Der Rasen ist 2019 wieder mal das Sorgenkind, ab Juli zeitweise und stellenweise mit einer Steppe zu verwechseln.Ansonsten hat das konsequente Wässern durch den Gärtner durchaus Erfolg gezeigt. Zum Jahresende waren diverse Bautätigkeiten in der Mache, die Handwerker haben sich da schon mehr ausgebreitet als es dem Garten gut tat.

Januar

Zarte Flöckchen Anfang Januar.

Neu: der Regenmesser. Der Boden sieht so sandig aus weil der Gärtner 2 Tonnen nicht mehr benötigte Holzpellets im Garten verteilt hat.

Neu: der Regenmesser. Der Boden sieht so sandig aus weil der Gärtner 2 Tonnen nicht mehr benötigte Holzpellets im Garten verteilt hat.

 

Februar

Ein paar Flocken mehr im Februar

Auch Februar: Zaubernuss und Krokanten zeigen Farbe

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Die Saarland-Oma und ich, etwa 1980. Wir sind auf jedenfalls zu diesem Zeitpunkt schon ins Rheinland gezogen.

Monika, Saarland im Frühjahr 1970, im Garten der Oma. Das was da unter dem Kleid spannt bin ich.

Im vergangenen Herbst starteten wir die Umwandlung eines Schuppens in – hm, was eigentlich. Nennen wir es doch erstmal MuFuSchu – Multifunktionsschuppen. Ganz früher waren in dem langen Gebäude die Schuppenabteile für die Mieter, sowie die Waschküche an einem Ende und der Hühnerstall am anderen Ende untergebracht.

Wir wussten zunächst nicht so richtig was wir mit dem Gebäude anfangen sollen, es war halt in lauter kleine Kammern unterteilt.Das erste Ausmisten erfolgte 2005 mit der Übernahme des Hauses.

Die nächsten Jahre dienten dann das Pelletslager und etwas Abstellfläche die Hauptnutzung.

Es wurden immer mal kleine Schritte getan um dem langen Ding ein Gesicht zu geben… Im Rahmen der Gartenumgestalltung wurden der Hühnerstall abgerissen und die Türen an der Längsseite geschlossen

So sah es dann die nächsten Jahre aus bis ich die Faxen 2014 dicke hatte und endlich die Fassaden beider Schuppen (es gibt noch einen weiteren Schuppen an einer anderen Stelle) gemacht wurden.

2018 tauschten wir die Pelletsheizung gegen ein Gas-Brennwert-Heizung und das Pelletssilo im Schuppen zog aus. Wir überlegten lange hin und her für was der Schuppen denn nun zu nutzen sei und entschieden uns das wir die noch vorhandenen Zwischenwände entfernten und wenigstens die unterschiedlichen Fußbodenhöhen anzugleichen. Daraus wurde dann im Laufe des Baugeschehen eine komplette Kernsanierung mit neuen Wasseranschlüssen, neuer Elektrik, verputzen Wänden… Das kann man hier dann > sehen <

Es gibt/gab noch immer keine ganz konkrete Ideen für was der Raum nun genutzt wird, uns gefiel jedoch Beiden nicht der blanke Betonboden. Zu guter letzt wurden dann der gesamte Boden mit unglasierten Spaltfliesen (Agrob-Buchttal, Basis 4) gefliest. Die sind sehr robust, rutschfest und lassen den Schuppen nicht gaaaanz so neu aussehen.

Agrob-Buchttal, Basis 4

Agrob-Buchttal, Basis 4

Der Fliesenleger hat wirklich wieder ganze Arbeit geleistet, den kann man jederzeit wieder nehmen. Er hat auch alle anderen Fliesenarbeiten im Haus gemacht, es gibt nix zu meckern.

So, letztendlich fehlt noch die Beseitigung des Grauschleiers aber der MuFuSchu ist fertig. Das Dach ist an einer Stelle undicht, das wird aber vermutlich keine große Sache.

Es fehlt noch ein anständiger Namen für das Gebäude, der Gärtner präferiert Werkstatt, das erscheint mir angesichts der doch nicht geringen Kosten für zu profan. Mal sehen. Die ersten Ausstattungsgegenstände wie die tonnenschwere Arbeitsplatte der Werkbank sind zumindest schon da.

Playground is ready. #shed #workshop #yay

Der Gärtner wollte gerne wieder einmal frühstücken gehen und hat sich eine neue Location aufgetan. Im Italienischen Dörfchen hat es diverse Pächterwechsel gegeben, u.a. gibt es dort nun Milchmädchens Kaffeehaus das wohl auch Frühstück anbietet.

Doch, das Ambiente ist erstmal ganz nett.

Wir hatten reserviert, waren um 8:30 Uhr die einzigen Gäste und wurden an einem Tisch mitten im Raum platziert. Nun gut, alle anderen Tische waren auch reserviert. Wir mussten erst einmal die Bedienung bitten die laute Musik herunterzudrehen, das wurde erst später gemacht als schon weitere Gäste kamen.

Die Karte beinhaltet diverse Zusammenstellungen, man kann sich aber auch einzeln sein Frühstück zusammenstellen. Wir entschieden uns für „Milchmädchens perfekten Start in den Tag“ und ein klassisches Frühstück, hier zusätzlich mit Rührei. Tee und Kaffee kamen schnell, das Essen nach einer Weile auch, der dazugehörige Orangensaft wurde später kommentarlos nachgeliefert.

Klassisches Frühstück.

Die Brötchen waren lecker (zwei Brötchen = eine doppelte Semmel), das Rührei leider gar nicht: das war eine Eimasse ohne Geschmack. Auch das gekochte Ei der Begleitung war eher ein gerade noch warmes hartgekochtes Ei. Sorry, das geht besser. Die Wurst war fade und den langweiligen Käse haben wir links liegen gelassen. Mit einem nachbestellten Brötchen wurden wir dank der guten Marmeladen trotzdem satt.

Was uns unabhängig voneinander auffiel, war das ein Teil der Bedienung so, hm… ängstlich war etwas falsch zu machen. Das war schon unangenehm als Gast. Auch der Geräuschpegel aus der Küche war beachtlich, es ist schön das Belegschaft Spaß mit ihren Handys hat – aber ob der Gast das so deutlich mitbekommen muss?

Insgesamt hat uns der Aufenthalt nicht gefallen, das Ambiente passt nicht zur Qualität des Angebotes. Gerade beim schreiben fällt mir auf das ich auch eine falsche Rechnung beglichen habe, aber das ist dann mein Fehler.

 
1/5

Spring hairstyle. #spiritinthesky #schnippschnapp #plantane #raamsgardener

Season start #instagardeners #nurdiehartenkommenindengarten #raamsgardener

Gurrgurrpuuttput. #tooearly #whereismycoffee #chickenboys #

Die anderen Teilnehmer des Kreises WMDEDGT findet man bei Frau Brüllen.

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Um 7:30 Uhr wachgeworden. Zum ersten Mal seit Wochen keine Erinnerung an wilde Träume die mich daran zweifeln lassen ob ich nun wach bin oder doch noch schlafe. Die neue Medikation scheint zu wirken. Dafür aber allgemeines Bräsigkeitsgefühl, das wird heute nichts mit mir.

Seit der Profi-Analyse meines Schlafes habe ich mir angewöhnt möglichst schnell nach dem Aufwachen aufzustehen. Der Schlafcoach meinte das Bett sollte zum f*cken und zum schlafen da sein. Erscheint mir immer noch logisch. Heute muss ich nirgends hin, ich kann also der allgemeinen Bräsigkeit ihren Lauf lassen.

Blutdruck gemessen, huioha, da waren doch wieder Alp-Träume in der Nacht. Zum Frühstück das tägliche halbe Pfund Tabletten und Quark mit Marmelade gegessen. Kaffee habe ich zwar angesetzt, ein paar Stunden später aber festgestellt das ich weder Kaffeepulver in den Filter getan habe noch den An-Schalter betätigt habe. Dann eben nicht. Dann per WhatsApp die Kollegin beruhigt das mein heutiger Zustand nichts mit ihrem gestrigen Besuch zu tun hat. Hauptbeschäftigung von Kranken ist die Beruhigung des Umfeldes. Nicht das die Realität noch die eigene Befindlichkeit tangiert.

Halbwach auf Netflix irgendeine Action-Doku über das Römische Reich gesehen. Hmja, es gibt spannendere Themen. Zwischendurch rausgeguckt. ah, der Fliesenleger ist da und pröckelt weiter am Qualitätsschuppen. Stand gestern:

Glücklicherweise ist der Gärtner heute früher Zuhause, das unterbricht die Bräsigkeit des Seins. Zusammen den heutigen Stand der Fliesensache begutachtet. Im Anschluss kurz über die Wartungsabrechnung des Heizungsmenschen empört. 240,-€ für 60 Minuten Arbeit inkl. Ersatzteil für ein paar Euro. Hm.

Zum Essen gab Reste des Qualitätsgulasch vom Wochenende und Salzkartoffeln nebst Feldsalat Lecker. Kurzer Blick ins Internet. Aha. Man kann im übrigen auch die Wahl zum MP ablehnen: „Ich lehne die Wahl zum Ministerpräsidenten ab.“ Aber was weiss ich schon.

Den Rest des Abends gepflegtes versumpfen im Sessel.